Energiewiesel – Energie & Umwelt

Aug21st

Lohnt die Anschaffung einer Pelletsheizung?

Zuerst ein kurzer Überblick über das Heizmaterial

Stroh
Stroh gibt es getrocknet, sowie in Pelletform. Die Beschickung mit Peletts ist jedoch wesentlich einfacher.
Der Heizwert von Strohpellets liegt bei 5.000 kWh je Tonne

Holzpellets
Holzpellets bestehen aus gepressten Holzspänen. Der Vorteil gegenüber dem Heizen mit Holzscheiten ist der, dass die Pellets bereits bei der Herstellung getrocknet werden und daher kaum Feuchtigkeit ziehen (vorausgesetzt sie werden fachgerecht, also trocken, gelagert). Weil bei der Herstellung auf Chemikalien verzichtet wird, kann die Asche bedenkenlos über den Hausmüll entsorgt oder als wertvoller Pflanzendünger verwendet werden. Weil bei der Verbrennung zudem kein CO2 entsteht, sind sie sehr umweltfreundlich. Holzpellets sind einfach zu dosieren. Je mehr Wärme gewünscht wird, desto mehr Brennmaterial gibt man in den Ofen. Eine Tonne Holzpellets besitzt einen Heizwert von ca. 4.900 kWh.
Allerdings ist der Preis für Holzpellets höher, als der für Stroh (Holzpellets: 230 Euro je Tonne; Stroh: 150 Euro je Tonne), liegt allerdings immer noch deutlich unter dem Preis für Heizöl (370 €/t).

Restmüll
Restmüll ist einfach zu beschaffen, da er überall anfällt, wo Menschen sind, die Stromausbeute ist allerdings im Vergleich zu den anderen beiden Optionen eher gering.
Restmüll erzeugt einen Heizwert von 1,3 MJ je kg. Dies Entspricht bei einer Masse von einer Tonne einem Heizwert von gerade einmal 360 kWh
Außerdem kommen noch Kosten für das Pressen und Trocknen des Restmülls auf einen zu.

Kosten Pelletsheizung

  • Anschaffungskosten: 13.700 €
  • Betriebskosten: 997 €/Jahr
    im Vergleich – Heizölheizung: 1.735 €

Was kann man an Geld und Energie sparen im Gegensatz zu Heizöl?
Nun muss man vorsichtig sein. Zwar sind die Betriebskosten einer Pelletsheizung niedriger, dafür besitzt Heizöl aber einen Heizwert, der etwa dem 2,5 fachen entspricht (11.400 kWh/t). Man benötigt also etwa 2,5 mal so viele Pellets, wie man Heizöl brauchen würde.

Bei einem jährlichen Verbrauch von 3.500 kWh müsste man für die Pellets somit 164,29 ausgeben, für das Heizöl lediglich 113,60. Trotzdem spart man pro Jahr noch immer knappe 700 Euro. Eventuell gibt es auch noch Zuschüsse, weil man somit saubere Energie produziert. Da das aber von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist muss dies im Einzelnen recherchiert werden.

Verwandte Beiträge


Kommentare

  1. Oktober 19th, 2010 | 22:22

    die Erstanschaffung ist teuer aber auf Jahre gesehen ist es billiger wie Heizoel und das wichtigste ist man tut was für die Umwelt

  2. Hans
    Februar 25th, 2011 | 15:37

    Hallo zusammen, grober Fehler bei der Erläuterung der Holzpellets. Die Aussage, dass bei Pelletverbrennung kein Co2 freigesetzt wird, ist falsch! Es wird genauso viel Co2 freigesetzt, wie das Holz/ der Baum zu Lebzeiten gebunden hat. Deswegen ist die Verbrennung von Holz klimaneutral in der Gesamtbilanz! Bitte korrigieren!

Leave a reply