Umweltschutz eine Frage des Geldes?
Der Rügenbote hat den Trend nach nachhaltigen Produkten und umweltbewusstem Lebensstile unter die Lupe genommen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass für die arme Unterschicht immer der Preis das entscheidende Kriterium sein wird.
Ist das so? Kann umweltbewusstes Verhalten nur von dem erwartet werden dem es an nichts mangelt und der sich teurere (weil nachhaltig und umweltschonend produzierte) Produkte leisten kann ohne verzichten zu müssen?
Liegt bei denen die kein wenig Geld haben keine Verantwortung? Natürlich wird jemand der am Hungertuch nagt mir den Vogel zeigen wenn ich ihm sage, dass er zur Zeit der Apfelernte gefälligst teure deutsche Äpfel und nicht die billige Ramschware aus Südamerika kaufen soll.
Aber wo zieht man die Grenze? Ab welchem Einkommen kann man ein gewisses Umweltbewusstsein erwarten? Wenn man bedenkt, dass in Deutschland Fernseher und Radio zum minimalen Grundbedarf gehören (und nicht gepfändet werden dürfen!) wird sicher auch die “Ökogrenze” in den Köpfen der Menschen sehr hoch angesetzt.
Was viele bei dieser Betrachtung vergessen ist, dass Umweltschutz nicht immer kosten muss. Wenn ich die Heizung ausmache und kurz Stoßlüfte anstatt des Fenster den ganzen Tag auf kipp und die Heizung auf Stufe 3 zu haben gehe ich nicht nur schonend mit unseren Ressourcen um, ich spare auch noch Energie und damit Geld!