Energiewiesel - Energie & Umwelt

Feb15th

Stromverbrauch von Servern

Das Lawrence Berkeley National Laboratory aus Kalifornien hat erstmals die gigantischen Ausmaße des Stromverbrauchs von Internetservern errechnet. Demnach verbrauchten in den USA Server und Kühlsysteme für die Rechenzentren 45 Millionen Kilowattstunden, was etwa dem Verbrauch der 20 kleinsten Bundesstaaten entspricht.

Weltweit wurden 123 Millionen Kilowattstunden von Servern verbraucht. Zum Vergleich: Das Land Österreich hat im Jahr 2006 lediglich 67 Millionen Kwh. benötigt.

Und dieser enorme Verbrauch wird immer weiter steigen. Von 2000 auf 2005 hat sich die Bedarf der Server verdoppelt und wenn man die vom IDC errechneten Zahlen für das Wachstum des Servermarktes nimmt wird es bis 2010 eine weitere Steigerung um 40% geben.

Da kann man nur hoffen, dass sich auf dem Servermarkt stromsparende Systeme durchsetzen. Dies erscheint mir aufgrund der steigenden Energiepreise auch wirtschaftlich sinnvoll.
Story via derStandard.

Feb3rd

Bezahlte Forschungsergebnisse

über Paul hab ich grad was Nettes aus dem Guardian gefunden.

Wissenschaftlern wurde ein Honorar von 10.000 USD angeboten wenn sie Gutachten veröffentlichen, die den Klimabericht des IPCC (=Intergovernmental Panel on Climate Change, eine UN Organisation) widerlegen.

Die Idee zu dieser Aktion stammt vom American Enterprise Institute, einem so genannten Thinktank, welcher von ExxonMobil gesponsert wird und enge Kontakte zur Bush-Administartion pflegen soll.

Feb3rd

Die deutsche Doppelmoral beim Klimaschutz

Von den USA ist man ja gewohnt, dass sie sich nicht wirklich um den Klimaschutz scheren. Aber wie sieht es mit Deutschland und Europa aus? Öffentlich wird größtes Interesse am Klimaschutz propagiert aber das sieht die Süddeutsche ganz anders.

Um es mit den Worten de Umweltstaatssekretärs Michael Müller (SPD) zu sagen:

Der Klimawandel ist voll im Gange. Wer ihn jetzt noch bezweifelt, spielt russisches Roulette.

Und nicht nur aus dem Umweltressort hört man solche Töne. Auch das Wirtschaftsministerium will sich für einen geringeren Kohlendioxid Ausstoß einsetzen.

Doch wie sieht es wirklich aus?

  • Der EU-Umweltkommissar fordert strengere Grenzwerte in der Autoindustrie.
    Deutschland versucht ihn zu bremsen und sieht zehntausende von Arbeitsplätzen in Gefahr.
  • Der Emissionshandel belastet Klimasünder und entlastet “saubere” Unternehmen.
    Deutschland verschenkt Emissionszertifikate an die Energie-Riesen und ganz besonders die Braunkohlekraftwerke, die ja noch nicht genug subventioniert werden.
  • Als die EU dann auch noch die Emissionsrechte für Deutschland verringerte trat die Frage wie man sie den einhalten könnte gar nicht auf. Nur über die Aussichten einer Klage gegen diese Kürzung wurde debattiert.
  • Starvos Dimas (Umweltkommissar) steigt vom Dienst-Mercedes auf ein umweltschonenderes Auto japanischer Herkunft um.
    Deutschland kritisiert, dass dadurch Arbeitsplätze in Europa verloren gehen.
    Moral? Klimaschutz ja. Aber doch nicht mit Hilfe von außen!

Warten wir mal ab was sich auf dem EU-Gipfel im März unter deutscher Präsidentschaft in Bezug auf das angestrebte Energie- und Klimaschutzgesetz ergibt.

Feb1st

Rekordgewinn für Exxon

Mit 39,5 Milliarden USD hat Exxon Mobil im Jahr 2006 einen neuen Rekord für den Profit innerhalb eines Jahres aufgestellt. Keinen internen, sondern einen absoluten, weltweiten Rekord!

Doch das bild ist nicht perfekt. Nach einer Folge von Rekord Quartalen war das Q 4 mit einem Gewinneinbruch um 500 Millionen 10,25 Millarden Dollar nicht gut für Exxon. Der Grund liegt in der gesunkenen Preisen für Gas und der schrumpfenden Gewinnmarge beim Benzin.

Der Umsatz von Exxon lag im vergangenen Jahr übrigens bei 377,64 Milliarden $.