Energiewiesel – Energie & Umwelt

Jan24th

Die fatalen Folgen des Biosprits aus Palmöl

Biosprit ist eine gute Sache? Diese viel zu einfache Sichtweise des Themas nachhaltige Energieversorgung durch regenerative Energien haben viele Menschen in Europa. Doch leider ist auch der Biosprit aus Palmöl kein Allheilmittel.

Auf Borneo verschwindet laut Deutschlandfunk alle 20 Sekunden ein fußballfeldgroßes Waldstück durch Brandrodung um Palmenplantagen Platz zu machen, aus welchen dann Palmenöl für den europäischen Biosprit-Markt gewonnen wird.

Mit fatalen Folgen:

Die Einheimischen sind darauf angewiesen aus dem Wald natürliche Ressourcen wie Rattan, Kautschuk, Kampfer, Samen, Nüssen und Reis zu gewinnen um ihr überleben zu sichern.
Außerdem drohen ihnen Umsiedlungen, da man ihren Grundbesitz nicht anerkennt.

Und dann wird natürlich auch die globale Erwärmung durch solche Brandrodungen und die dabei freigesetzten Gase (speziell CO2) vorangetrieben.

Borneo ist leider kein Einzelfall. Auch in Kamerun müssen Mensch und Wald den Ölpalmenplantagen weichen. Die heute 1.080 Quadratkilometer große Pläche der Plantagen soll bis 2010 um 50% vergrößert werden, was für eine jährliche Produktion von 250.000 Tonnen Palmöl genügen würde.

Die ökologische Katastrophe ist bei einer solchen Monokultur nur eine Frage der Zeit.

Schön zu sehen, dass der Westen seine Energieweste rein wäscht, indem hier Biokraftstoffe verwendet werden, die zwar unsere Abgasemissionen nicht in die Höhe treiben, aber anderswo zum Albtraum aller Umweltschützer und Menschenrechtler mutieren.

Aufmerksam gemacht wurde ich auf dieses Thema durch einen Beitrag bei openEnergy.

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